Dr Hrncirik und Aye Myat.jpg

Als Beschenkter kehrte ich aus Myanmar zurück

Mein Besuch bei meinem Patenkind
Author: sabine  | 
Do, 07/19/2018 - 09:53
Author: sabine
Gemeinsames Mittagessen beim Patenbesuch

Sehr beeindruckt hat mich bei der Begegnung mit den Menschen in Yenanchaung die natürliche, liebenswürdige Wesensart des burmesischen Volkes, dessen starke, unbeirrbar frohgemute, im besten Sinn stolze Seele um ihren inneren Reichtum weiß, den sie zu verschenken hat, und der die materiellen und sozialen Bedürftigkeiten überstrahlt und im direkten Umgang mit den vielen sympathischen, in sich ruhenden Menschen fast vergessen macht. (Sie sind es, die im Lot sind, die ihre Mitte gefunden haben; uns Europäern gebricht es oft daran!!)
Aye Myat wirkt nicht arm, nicht bedrückt, nicht unglücklich! Sie ist ein reiches, seelisch reiches, empfindungstiefes Kind! Sie möchte Lehrerin werden. Wenn mein kleines Zutun sie in ihrem Werdegang zu unterstützen vermag – was könnte ich mir Schöneres für sie wünschen?

Ich durfte beschenkt nach Hause fahren

Auch wenn der Vergleich schon ein wenig abgebraucht erscheint: Brücken bauen – nicht nur materielle, sondern auch geistig-seelische Brücken zu schlagen zwischen unseren Kontinenten und Ländern, das scheint mir der tiefere Sinn einer solchen Patenschaft zu sein. Und was das “Geben und Nehmen” betrifft, das im Zusammenhang mit sozialem Engagement immer wieder aufs Tapet gebracht wird, so verbuche ich die Tatsache, dass ich selbst bei dieser Begegnung ganz wesentlich NEHMENDER, BESCHENKTER war, der seelisch immens bereichert heimkehren durfte, als schönste Erfahrung und Erkenntnis meiner unvergesslichen Reise...

Dr. Peter Hrncirik