Patenreise Mosambik - 23.3.2019

Eine Bootsfahrt, die ist lustig ...

Auf dem Rücken eines Elefantenbullen einen Fluss entlangfahren? Ja, das geht! Aber etwas anders, als es im ersten Moment vielleicht klingen mag. Unsere Reise führt uns heute auf eine Boots-Safari im Olifants-River und lässt uns Tiere in der Nacht bewundern.

Autorin: Anna 

 

Die Olifants River (Lepelle)-Safari


Nach einem Rundgang durch unsere wunderschöne Lodge fanden wir schließlich unseren Frühstücksraum und machten uns um 7:30 Uhr gut gelaunt auf den Weg zur Olifants River-Safari. 

Dort gingen wir an Bord der "Kambaku", auf Deutsch Elefantenbulle, und segelten mit einer entspannten Geschwindigkeit von 10-15 km/h los. Die Tiefe des Olifants-Flusses variiert von 1 m am Yachthafen bis zu 8 m am Damm. Über und um uns herum flogen graziös bunte Drahtschwanzschwalben. Sie fingen Insekten und fütterten damit ihre Jungen im Nest unter Deck.

Unser Elefantenbullenboot

Wir bewunderten die Aussicht und die friedliche Stille des Flusses. Einige schafften es, wilde Tiere und schöne Vögel an der Küste zu sehen, Klaus fotografierte Krokodile. Der Rest von uns plauderte nur und genoss es. Einer von uns ertrug tapfer einen schweren Verlust von Rucksack, Schlüssel und Geld und genoss eine tiefe Erleichterung und unvergessliche Glücksmomente bei der Bergung der verlorenen Gegenstände.

An Bord
Reiher am Flussrand
Klaus fotografiert ein Krokodil
Ingrid beim Fotografieren
Wir genießen die Aussicht
Unsere Fotografen
Schwalben
Am Boot.

Die Phosphor- und Kupferbergwerke


Auf dem Rückweg sahen wir uns Phosphor- und Kupferminen an, die 2004 kurz vor der Schließung standen, nachdem eine von ihnen eingestürzt war. Tragische Unfälle und Vergiftungsgase sind die täglichen Gefahren, denen die Bergleute ausgesetzt sind. Doch die nachfolgenden Analysen bewiesen, dass die Kupfermine den Abbau fortsetzen könnte, wenn die Mine von der eingestürzten Grube weggebracht würde, die immer noch wie ein römisches Amphitheater aussieht. Unbewusst erwartete ich, dass hungrige Löwen und mutige Sklaven die Szene betreten würden. Doch niemand erschien und wir nahmen unsere Reise wieder auf. Gegen Mittag kamen wir im Hotel an und ruhten uns aus, bevor der nächste Schritt unseres südafrikanischen Abenteuers begann. 
 

Phosphor- und Kupferminen

Abendliche Safarifahrt im offenen Geländewagen

Zuerst haben wir wieder „Jumbo“ mit Nachwuchs gesehen. Interessant zu hören war, dass die Elefantenohren die Form von Südafrika haben. Und eine wichtige Überlebenstechnik haben wir auch gelernt: Wenn die Elefantenäpfel zerdrückt werden, kann man damit Hunger und Durst überstehen. Ein Elefant produziert 50 kg davon pro Tag. Sie sind richtige Fressmaschinen, da sie 300 kg Blätter und Zweige täglich verdrücken. Und sie trinken Unmengen von Wasser. Unsere nächste Entdeckung: Termiten. Weil es viel Wasser im Norden Südafrikas gibt, haben sie sich dort angesiedelt. Die Königin legt 10.000 Eier pro Tag. Der Termitenhügel befindet sich zu zwei Drittel unter der Erde. 
 

Abendliche Safarifahrt im offenen Geländewagen
Der Fahrer im Jeep.
Paviane
Pumba
Antilope
Sonnenuntergang
Eulen bei Nacht
Wildhunde

Wir sahen Warzenschweine, die Verwandten von Pumba (Hakuna Matata), einen Schakal, Springhasen und eine Wildhundfamilie. Wildhunde sind effizientere Jäger als Löwen, weil sie in der Gruppe jagen. Nur das Alphamännchen darf sich vermehren, alle anderen Rüden leben im Zölibat. 

Dieses ganze interessante Wissen haben wir von unserem Guide. Die Guides müssen alle nicht nur Fahr-Trainings machen, sondern lernen – neben umfangreicher Tierkunde – auch, Tierlaute nachzuahmen, damit sie die Tiere anlocken können. Zudem müssen sie zur eventuellen Verteidigung den Umgang mit Gewehren erlernen. Übrigens: Das Licht wurde abgeschaltet, wenn ein Tier vor dem Wagen war – im Dunkeln erschrecken die Tiere weniger und können sich in Sicherheit bringen. 

 

Der Tag endet sehr gemütlich: Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang, der Nachtfahrt und dem Aufgehen eines großen roten Mondes, haben wir am Lagerfeuer noch südafrikanische Köstlichkeiten gegessen.