Mosambik, Simbabwe & Malawi

Zyklon Idai verwüstet das Land

Mitte März erreichte der Zyklon Idai die Länder Mosambik, Simbabwe und Malawi und brachte katastrophale Verwüstung vieler Regionen mit sich. Er gilt als der tödlichste Tropensturm weltweit in 2019. Durch die folgende Flut wurden hunderttausende Menschen obdachlos – viele starben. Die Situation ist weiterhin kritisch. Aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse verbreiten sich Krankheiten, wie Durchfall und Cholera sowie Malaria und Typhus sehr schnell. World Vision ist vor Ort und leistet Nothilfe für die Kinder und ihre Familien.

Verteilung von Hilfsgütern nach Zyklon Idai
Mutter mit Kind warten auf die Verteilung der Hilfsgüter
Mutter mit Kind blickt über die Zerstörungen von Zyklon Idai

Die Auswirkungen des verheerenden Tropensturms werden erst nach und nach sichtbar, für viele Menschen sind sie jedoch katastrophal. Es gibt keine Elektrizität, die Infrastruktur ist vollständig oder teilweise zerstört. Hilfsmaßnahmen sind bisher jedoch nur sehr bedingt möglich. Viele der am härtesten betroffenen Gebiete wurden noch nicht erreicht. Die Regierung versucht nun, die rund 400.000 Betroffenen in zwei Lagern unterzubringen, um eine bessere Versorgung gewährleisten zu können.

Ganze Städte in meinem Land sind zerstört, viele Provinzen betroffen, Elektrizität und Kommunikation zusammengebrochen.
Cláudio Jamal, World Vision-Nothilfe-Leiter in Mosambik
Flut zerstört Häuser und zwingt die Menschen auf Dächer Schutz zu suchen
Flut zerstört das Land

Gefahr der Verbreitung von Krankheiten

Die Hygienesituation ist in vielen Regionen weiterhin katastrophal. Dies begünstigt die Verbreitung von Krankheiten, wie Durchfall und Cholera sowie Malaria und Typhus. Hunderte Menschen sind bereits an Cholera erkrankt und leiden an wässrigem Durchfall. Gemeinsam mit anderen Organisationen kümmern wir uns darum, die Wasser- und Sanitärversorgung rasch zu verbessern. Wir verteilen Notfall-Sanitärsets, Seife, Wasserdesinfektionstabletten, Kanister und andere Hygieneartikel. Mit Hilfe von Aufklärungsmaterial wird die Bevölkerung über die Risiken der Verbreitung von Cholera aufgeklärt und wie Infektionen vermieden werden können.

Kinder benötigen Unterstützung

In Malawi, Mosambik und Simbabwe ermöglichen wir in Kinderschutzzentren durch entspannende Aktivitäten und Spiele psychosoziale Unterstützung für Kinder. Jene, die spezielle Betreuung benötigen, können erfasst werden und von geschulten Mitarbeitern einzeln betreut werden. In Mosambik richten wir temporäre Orte für Schulunterricht ein, damit es zu keinen Lerndefiziten kommt. In Malawi machen wir mit Kampagnen auf die Gefahren der Kinderheirat aufmerksam, um speziell Mädchen zu schützen. Unsere Kinderschutz- und Bildungsangebote sind eng miteinander verbunden, um eine ganzheitliche Unterstützung der emotionalen und lernbedingten Bedürfnisse der Kinder zu gewährleisten.

Kinderschutzzentrum in Beira

Unser Kinderschutzzentrum in Beira

Die Kinder erhalten psychosoziale Unterstützung durch entspannende Aktivitäten und Spiele. Kinder, die speziell betreut werden müssen, können erreicht und von geschultem Personal einzeln betreut werden.

Mosambik – Lage unübersichtlich und katastrophal

Unsere Mitarbeiter vor Ort berichten, dass die Not sehr groß ist und viele Gebiete aktuell noch gar nicht mit Hilfen erreicht werden können. Viele Straßen und Brücken sind nicht passierbar. Heftige Regenfälle erhöhen die Gefahr weiterer Erdrutsche und Überschwemmungen. Hundertausende Menschen allein in Mosambik sind von der Katastrophe betroffen, Hunderte wurden getötet und verletzt. 

Simbabwe – Fluten verursachen Zerstörungen

Im Nachbarland Simbabwe richtete Idai ebenfalls große Zerstörungen an. Fast 500.000 Menschen sind durch die Fluten betroffen. Auch hier dürfte die Zahl der Toten und Verletzten weiter steigen, da noch viele Menschen vermisst werden. Viele Regionen sind nicht erreichbar, da Straßen zerstört sind und Dämme überflutet wurden.

Malawi – Situation weiterhin kritisch

Auch in Malawi ist die Situation weiter kritisch. Anfang März verursachten in dem Land heftige Regenfälle schwere Überschwemmungen in der Mitte und im Süden des Landes. Durch die Gesamt-Wetterlage hat sich die Situation weiter verschärft. Die Zahl von Todesopfern kann weiter steigen. Zerstörte Infrastruktur erschwert hier ebenfalls die Hilfsmaßnahmen. Tausende Häuser sind unbewohnbar, mehr als 80.000 Menschen auf der Flucht in weniger betroffene Landesteile.

In den Gebieten, die erreicht werden können, starten wir mit der Verteilung von Hilfsgütern an tausende Familien. „Dringend benötigt werden aktuell Unterkünfte, Nahrungsmittel und sauberes Trinkwasser. Die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten ist in solchen Situationen besonders groß“, betont Jamal. In allen 3 Ländern sind wir schon seit vielen Jahren mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit aktiv, halten Hilfsgüter für Notlagen vorrätig und sind daher in der Lage, schnelle Hilfe zu leisten.

Bankdaten:

World Vision Österreich 
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800 
BIC: GIBAATWW
Kennwort: "Zyklon"

Idai verwüstet das Land
Menschen verlassen die Region
Der Zyklon forderte hunderte Menschenleben
Das Land wird überflutet
Zerstörung durch Idai

Pictures: Courtesy of National Institute of Disaster Management