Thailand: Kinder mit M-N-Masken

COVID-19 in unseren Projektländern

Wie sieht das Leben während einer Pandemie aus?

 

COVID-19 hat viele Monate lang unseren Alltag bestimmt. Auch in unseren Projekten wurde und wird das Leben der Menschen massiv eingeschränkt, was zu Änderungen bzw. sogar Unterbrechungen unserer Projektarbeit geführt hat. Kinder können nicht zur Schule gehen, vielen fehlen die notwendigen Hygieneprodukte oder Lebensmittel, um einen Lockdown zu überstehen. Doch World Vision und unsere Projekte sind wandelbar - gemeinsam passen wir uns den Anforderungen an und können so Hoffnung schenken.

Begleiten Sie uns in diesem Beitrag nach Bolivien, Uganda, Kolumbien, Vietnam und viele andere Länder und erfahren Sie, wie sich unsere Arbeit verändert hat und wie wir die Menschen in dieser schwierigen Zeit durch Ihre Hilfe unterstützen!

Herausforderungen in der Schulbildung

In vielen Ländern sind Schulen seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie geschlossen - und das bereits seit Monaten. Viele Lehrer werden kreativ und werden über Radio, TV und anderen Medien aktiv. So auch in unseren Projektländern in Bolivien, Uganda und der Mongolei

Bolivien: Lernen über Whats App

Bolivien: Das ist Nubia mit ihrer Mutter Rosa aus Bolivien. Gemeinsam schauen sie sich gerade die Aufgaben für die Hausübung an, die ihre Lehrerin ihr via WhatsApp geschickt hat. Nubia kann seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie nicht mehr zur Schule gehen. Sie vermisst ihre Lehrerin und ihre Klassenkameraden sehr, aber via WhatsApp kann sie wenigstens weiterhin lernen und mit in Kontakt bleiben.

Mongolei: Lernen via TV und Smartphone

Mongolei: In der Mongolei hat die Regierung auf die durch COVID-19 ausgelöste Schulschließung rasch reagiert und über Fernsehkanäle verschiedene Unterrichtsstunden organisiert. Doch Familien, die keinen Fernseher oder Internet hatten, war es nicht möglich diesen Unterrichtsstunden zu folgen. World Vision rüstete deswegen mehr als 60 Kinder mit Smartphones mit Internet aus, mit denen sie jederzeit auf die aufgenommenen Unterrichtsstunden zugreifen können.

Uganda: Lernen über Radio

Uganda: Das ist Simon! Er ist 15 Jahre alt und lebt in einem Flüchtlingscamp in Uganda. Durch COVID-19 darf auch er seit zwei Monaten nicht mehr zur Schule gehen. Sein Vater hat daraufhin ein Radio gekauft, mit dem er und seine Geschwister wieder gemeinsam mit den Lehrern lernen können.

Zeichenblätter

 

COVID-19 kindgerecht erklären:

Für Kinder ist die Situation eine richtige Herausforderung. Nicht nur, dass sie selbst nicht mehr in den Kindergarten oder in die Schule gehen können, oft dürfen sie gar nicht mehr vor die Türe und müssen viele Schutzmaßnahmen einhalten. Sie verstehen diese Angst vor der "unsichtbaren" Gefahr nicht. In unseren Programmen auf den Salomonen ist Zeichnen eine Aktivität, wie unsere Mitarbeitende den Kindern diese schwierige Situationen erklären. Zum Beispiel lernen sie anhand dieses Zeichenblatts, wie man sich mit COVID-19 anstecken kann, wie man sich davor schützt und können auf spielerische Art und Weise ausdrücken, wie sie sich fühlen.

Verteilung von Hilfsgütern, Hygieneprodukten und Lebensmitteln

Viele Menschen waren nicht vorbereitet auf diese Ausnahmesituation oder von Zuwendungen vom Staat abhängig, die COVID-19-bedingt ausgesetzt wurden. Viele Projektgebiete, wie zum Beispiel in Kolumbien und Brasilien, sind außerdem schlecht zu erreichen und waren zeitweise komplett von der Außenwelt abgeschottet.

Verteilung Hygienepakete

Kolumbien: Nach der Ankunft von über 160.000 Flüchtlingen in La Guajira, waren die Kapazitäten der Stadt ausgeschöpft. World Vision verteilte daraufhin Hygiene-Produkte, die eine Verbreitung der Krankheit eindämmen kann.

Brasilien Verteilung von Lebensmitteln

Kolumbien: Gemeinsam mit dem World Food Program verteilt World Vision in der Gemeinde Soacha 5000 Pakete mit nährstoffreichen Lebensmitteln.

Kolumbien: Verteilung Lebensmittel

Brasilien: Seit den ersten Fällen von COVID-19 in Brasilien hat sich die Situation dramatisch entwickelt. Mittlerweile gehört Brasilien zu den Ländern mit der höchsten Sterblichkeitsrate. 😳 Die Menschen leiden sehr – so auch Juliete aus Sao Paulo, die mit ihren vier Kindern seit Anfang März in sozialer Isolation lebt. Derzeit kann sie nicht arbeiten gehen, deswegen macht sie sich große Sorgen um die Zukunft. Das Lebensmittelpaket von World Vision kam gerade zum richtigen Zeitpunkt – zu Hause hatte sie nur noch eine Handvoll Reis für die fünfköpfige Familie.

 

Schutzmaterialien für Gesundheitshelferinnen und -helfer

In Sierra Leone unterstützt World Vision die Regierung bei der Eindämmung des Virus. Im April übergaben wir tausende Masken, Overalls, sterile Handschuhe, Handwaschstationen, flüssige Handwaschmittel, Bleichmittel zur Reinigung und Thermometern zur Temperaturkontrolle zur Weiterverteilung ans Gesundheitsministerium. Dadurch konnten wir insgesamt 1.600 Menschen in Gesundheitsberufen ausstatten.

SIE: Symbolische Übergabe von Schutzmaterialien

Workshops für DIY-Schutzmasken in Vietnam

World Vision Vietnam hat zum Schutz der Menschen in unseren Projektgebieten und unserer Kollegen vor Ort eine Reihe von Maßnahmen ins Leben gerufen:

COVID-19 Vietnam Masken
COVID-19 Masken in Vietnam

So wurden wichtige Informations- und Hygiene-Workshops abgehalten und Schutzmasken hergestellt. Unseren Kollegen sowie auch die Bevölkerung hat hier kräftig mitangepackt und für die gesamte Gemeinschaft Masken genäht.

Außerdem wurde eng mit lokalen Radioeinrichtungen zusammengearbeitet, um notwendiges Wissen rund um Ansteckung und Schutz zu verbreiten und die Gesundheit in den Gemeinden zu fördern.


Wie hat COVID-19 das Leben der Menschen in Eswatini verändert?
 

In dem Video berichtet die 14-jährige Mandisa aus Eswatini (Swasiland), wie der Lockdown ihr Leben beeinflusst.

Masken gemalt orange