Fortschrittsbericht 2022

Darum arbeiten wir in Rukoma

In unserem Projektgebiet in Rukoma leben viele Familien in großer Armut, 40 Prozent der Kinder leiden an chronischer Unterernährung. Der Zugang zu sauberem Wasser ist extrem eingeschränkt, und auch in Sachen Bildung gibt es noch viel zu tun. Die Einschulungsrate ist zwar mit rund 80 Prozent sehr hoch, fehlendes Lehrmaterial und schlecht qualifiziertes Lehrpersonal wirken sich aber auf die Qualität des Unterrichts aus. Dieser findet meistens in überfüllten, viel zu engen Klassenzimmern oder draußen in der prallen Sonne statt. Auch Kinderehen und arrangierte Hochzeiten sind ein großes Problem.

 

Vorläufige Projektdauer: 2031

Gesundheit & Ernährung:

In den vergangenen beiden Jahren lag der Schwerpunkt im Bereich Gesundheit auf der Eindämmung der Pandemie. Ein erheblicher Teil des verfügbaren Budgets floss daher in Hygienemaßnahmen: 9.044 Menschen wurden zu Hygiene geschult, außerdem wurden 549 Handwaschstationen errichtet.

Gesundheit und Ernährung
Wasser

Wasser:

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitärer Gesundheitsversorgung und Hygiene konnte für 1.340 Haushalte sichergestellt werden. Dafür wurden zwei Wassersysteme gebaut, zwei Brunnen saniert und insgesamt 279 Auffangbehälter für Regenwasser errichtet. Damit haben insgesamt 3.041 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, darunter 2.927 Kinder.

Kinderschutz

Das Projekt hat die Umsetzung des Kinderschutzgesetzes maßgeblich vorangetrieben. Im Jahr 2020 erhielten 114 Kinder eine Geburtsurkunde, im darauffolgenden Jahr waren es 187 Kinder. Sie alle haben jetzt Zugang zu medizinischer Versorgung und kostenloser Grundschulbildung. Außerdem wurde das Meldesystem zur Prävention von Gewalt an Kindern weiter gestärkt und Gemeindemitglieder entsprechend geschult.

Kinderschutz
Bildung

Bildung

Aufgrund der Pandemie und politischer Unruhen waren die meisten Schulen im Land in den vergangenen zwei Jahren größtenteils geschlossen. Damit die Kinder ihre Ausbildung trotzdem fortsetzen können, wurden Lesecamps mit Kreidetafeln, persönlicher Schutzausrüstung sowie insgesamt 1.550 personalisierten Lesebüchern ausgestattet. So konnte das Lesen trotz der Schulschließungen erfolgreich gefördert werden.