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| Peer up! - Jugend bildet Zukunft! |
EU fördert Jugendprojekt von World Vision zum Thema "HIV/AIDS"
Die XVIII. Internationale AIDS-Konferenz 2010 in Wien ist für World Vision Anlass, ein von der EU gefördertes Bildungs- und Anwaltschaftsprojekt durchzuführen. Schulklassen und Jugendgruppen sind herzlich eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen.
World Vision Österreich hat beschlossen seine Bildungsarbeit thematisch auszuweiten, neue Unterrichtsmaterialien zu erstellen und in verstärktem Maß mit Schulen zusammenzuarbeiten. In diesem Zusammenhang finanziert die EU Kommission nun ein neues Bildungsprojekt "Peer up! - Jugend bildet Zukunft" - Jugendvisionen für Europa und Afrika - das sich an SchülerInnen der Oberstufe (15- bis 18-Jährige) richtet. Im heurigen Jahr wird sich das Projekt anlässlich der Internationalen AIDS-Konferenz 2010, die in Wien stattfinden wird, dem Thema „HIV/AIDS weltweit“ widmen und Aktivitäten in folgenden Bereichen umfassen:
> Globales Lernen im Unterricht zum Thema: HIV/AIDS
Im Sommersemester 2010 werden die teilnehmenden Schulklassen an allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen (ab der 9. Schulstufe) von ihren LehrerInnen fächerübergreifend auf das Thema eingestimmt. Mit Hilfe von Materialien und Beratung, die von World Vision angeboten werden, befassen sich die Jugendlichen im Sommersemester 2010 verstärkt mit dem Thema HIV/AIDS mit Fokus auf die Länder des Südens, wo die Krankheit weit verbreitet ist und bereits erzielte Entwicklungserfolge gefährdet. Die eigene Betroffenheit der SchülerInnen, die Situation von Gleichaltrigen in den Entwicklungsländern, Kinder- und Menschenrechte sowie Österreichs Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit sind Themen, die angesprochen werden. Weitere Themen werden HIV/AIDS in Osteuropa und die im Juli 2010 in Wien stattfindende XVIII. Internationale AIDS-Konferenz sein. Eine eigene Internetplattform mit virtuellen Dialogmöglichkeiten zu Gleichaltrigen in den betroffenen Ländern im südlichen Afrika wird aufgebaut.
> Youth Vision-Jugendforum
Nach intensiver Auseinandersetzung mit den oben genannten Themen an den Schulen werden 100 Jugendliche (4 Schulklassen) aus den östlichen Bundesländern vom 28. bis 30. Juni 2010 am „Youth Vision Jugendforum“ teilnehmen. Das Jugendforum wird im Hippolythaus in St. Pölten stattfinden. Die Kosten sind weitgehend durch das EU Projekt gedeckt, lediglich Fahrkosten und ein Seminarbeitrag von max. 30 Euro pro SchülerIn fallen an.
Es werden methodische Workshops für die Jugendlichen zu den Themen Forumtheater, Öffentlichkeitsarbeit, Schreibwerkstatt, thematische Auseinandersetzung und XVIII. Internationale AIDS-Konferenz angeboten. Je nach ihren Neigungen können die Jugendlichen zwischen den verschiedenen Workshops wählen. Im Rahmen dieser Workshops lernen sie außerdem ein eigenes Peer Education-Projekt zu entwickeln, in dessem Rahmen sie im Herbst 2010 ihr Wissen an andere Jugendliche in ihren Schulen oder Jugendorganisationen weitergeben können.
Damit LehrerInnen und JugendgruppenleiterInnen die Jugendlichen bei ihrer Arbeit als Peer Educators bestmöglich unterstützen können, stellt World Vision didaktisches und methodisches Material zur Verfügung.
> Peer education
Das Konzept der „Peer education“ soll den Multiplikator-Effekt des Projekts gewährleisten. Die SchülerInnen sollen ihre gewonnenen Erfahrungen und Informationen an möglichst viele KollegInnen, Familienmitglieder, Freunde und Bekannte weitergeben. Damit kann die Zahl der erreichten Jugendlichen vervielfacht werden.
Die Jugendlichen haben während der Projektlaufzeit die Möglichkeit, mit Gleichaltrigen in Äthiopien, Ghana und Sierra Leone in Kontakt zu treten und sie in einem der Länder dann persönlich kennenzulernen. Eine Fachjury wird die „besten“ Peer Educators auswählen. Diese haben dann die Möglichkeit, im Frühjahr 2011 an einem Field Trip in ein afrikanisches Land teilzunehmen. Da das Projekt gemeinsam von World Vision Österreich, World Vision Deutschland und World Vision Rumänien durchgeführt wird, wird sich die Reisegruppe im Frühjahr 2011 also aus GewinnerInnen aus diesen Ländern zusammensetzen.
Das Projekt startet im März 2010 aber wir bitten interessierte LehrerInnen und JugendgruppenleiterInnen sich schon jetzt mit ihrer Klasse oder Jugendgruppe für die Teilnahme am Projekt bei World Vision anzumelden.
Das Projekt ist für drei Jahre anberaumt aber es wird in jedem Jahr eine eigene Anmeldung für die Teilnahme geben. Im zweiten Jahr steht das Thema "Reproduktive Rechte (Rechte im Zusammenhang mit Fortpflanzung), Kindersterblichkeit und Müttergesundheit" auf dem Programm des Jugendforums. Im dritten Projektjahr wird es ein abschließendes internationales Jugendforum in Rumänien geben, zu dem auch eine Delegation aus einem der afrikanischen Länder anreisen wird.
Wir laden Sie und Ihre Klasse herzlich ein, sich an diesem internationalen Projekt zu beteiligen!
Kontakt:
Mag. Julia Doppler , julia.doppler@worldvision.at
Tel. 01/522 14 22-255

