Kinderhandel in Asien
Schützen Sie ein Kind mit einer Patenschaft!
Kinder sind keine Ware!

World Vision aktiv im Kampf gegen Kinderhandel

Etwa 1,8 Millionen Kinder werden weltweit pro Jahr zur Prostitution und/oder Pornographie gezwungen. 1,2 Millionen Kinder werden (auch zu sexuellen Zwecken) gehandelt und etwa 150 Millionen Mädchen und etwa 73 Millionen Buben werden jährlich Opfer sexueller Gewalt. Das Leid der Kinder passiert zumeist im Verborgenen und viele Familien sind nicht mehr dazu in der Lage ihre Kinder zu schützen – es sind zunehmend Staaten und Organisationen wie World Vision gefragt, die hier Hilfestellungen bieten.

In der Anwaltschaftsarbeit machen wir Studien aus der internationalen World Vision Partnerschaft auch für die Öffentlichkeit und für die fachliche Diskussion in Österreich zugänglich.



World Vision Studie: Sonne, Sex und Kulturerbe im asiatischen Mekong Delta

Südostasiens Mekong-Delta ist ein Hotspot des Kinderhandels. Seit 2004 arbeiten die Regierungen der sechs Mekong Staaten Kambodscha, China, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam in einer koordinierten Initiative zur Bekämpfung des Kinderhandels zusammen (Coordinated Mekong Ministerial Initiative against Trafficking). Anläßlich einer zwischenstaatlichen Konferenz im Rahmen dieser Zusammenarbeit präsentierte World Vision Asia Pacific bereits im November 2007 die Studie „Sun, Sex and Heritage“. www.wvasiapacific.org/humantrafficking  

Am Beispiel der Länder Kambodscha und Thailand zeigt die Untersuchung Chancen und Bedrohungen des Tourismusgeschäfts für die Länder Südostasiens auf.
Die Studie kommt zum Schluss, dass der Ball zur Einschränkung des Kinderhandels bei den nationalen Regierungen liegt. Sowohl das thailändische als auch das kambodschanische Tourismusministerium sind im Kampf gegen den Kinderhandel aktiv.
Es gibt gute Beispiele in der Prävention, dem Opferschutz und der Täterverfolgung, doch aus Rücksicht auf wirtschaftliche Interessen der Reisebranche versanden viele Initiativen.


Die wichtigesten Ereignisse 2008 waren die Weltkonferenz zu Menschenhandel, die im Februar von der UN Organisation für Drogen und organisiertes Verbrechen (UNODC) im Austria Center stattfand. Ende November 2008 fand in Rio de Janeiero der dritte Weltkongress gegen  Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornographie statt. Bei beiden Konferenzen waren Delegationen von World Vision vertreten.


Während die UN Konferenz auch die Themen Frauenhandel und Kinderhandel in die Zwangsarbeit umfasste, diente der Weltgipfel in Rio vor allem der Überprüfung der Umsetzung des Zusatzprotokolls der Kinderrechtskonvention zum Artikel 35 (Maßnahmen gegen Entführung und Kinderhandel).


World Visions Engagement: Präventionsarbeit, Opferschutz und Rehabilitation

World Vision Österreich unterstützt auch Regionalentwicklungsprogramme in Tram Tau und Hiep Duc in Vietnam, einem betroffenen Land der Mekong- Region. Kinder und Jugendliche erhalten eine Ausbildung und Zukunftschancen durch eine Verbesserung der Infrastruktur in ihrer Region. So sind die Familien nicht gezwungen, in die Städte abzuwandern, wo das Risiko für die Kinder, in die Prostitution abzugleiten, weit höher ist.


Auch in Georgien unterstützt World Vision Österreich Maßnahmen zum Schutz der Kinder vor sexuellem Mißbrauch, Kinderprostitution und Kinderhandel. Dieses Projekt wird von der Austrian Development Agency mitfinanziert.

In Österreich engagiert sich World Vision als Mitgliedsorganisation des Netzwerkes ECPAT    (End Child Prostitution, Child Pronography and Trafficking of Children for Sexual Purpposes) für eine Verbesserung des Schutzes und der Rehabilitation der Opfer von Kinderhandel und Kinderprostitution, sowie einer effektiveren Verfolgung der Täter.


 Österreichisches Spenden-Gütesiegel