Hungerkatastrophe in Afrika
Dürre und Bürgerkrieg als Auslöser

Die Hungerkatastrophe im östlichen Afrika mit über 22 Millionen Betroffenen hat mehrere Ursachen. So leiden Teile der Region seit längerer Zeit unter extremer Trockenheit. Im Südsudan hingegen ist der Bürgerkrieg für die Hungerkrise hauptverantwortlich. Der jüngste Staat der Erde ist das erste Land seit 6 Jahren, in dem die UNO offiziell eine Hungersnot erklärt hat.


Insgesamt sind knapp 5 Millionen Südsudanesen auf Nahrungsmittel-Hilfe angewiesen, schlagen Hilfsorganisationen wie World Vision Alarm. Das sind 40 Prozent der Bevölkerung. Für 100.000 Bewohner des Bundesstaats Unity ist die Lage am bedrohlichsten. Im ganzen Südsudan gelten 270.000 Kinder als schwer unterernährt.

Jetzt hungernden Kindern helfen

Der Bürgerkrieg hat über 2 Millionen Südsudanesen aus ihren Dörfern vertrieben.

Im Südsudan tobt seit Dezember 2013 ein verheerender Bürgerkrieg. Er hat zehntausende Tote gefordert, die ohnehin schwache Wirtschaft zusammenbrechen lassen und 2,1 Millionen Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht. Weitere 1,5 Millionen Südsudanesen sind in die Nachbarländer geflüchtet.

VIDEO: HILFE FÜR KINDER IM SÜDSUDAN

Die Felder liegen brach, die Lebensmittelproduktion ist eingebrochen.

Laut UNHCR gibt es im ganzen Südsudan keine sicheren Gebiete mehr. Verhängnisvoll wirkt sich aus, dass die Vertriebenen ihre Dörfer aufgeben mussten und ihre Felder nicht mehr bestellen können. Das hat die Lebensmittelproduktion einbrechen und die Preise für Nahrung steigen lassen. 

Kein Regen: Deshalb sind in Somalia 75 Prozent der Nutztiere verendet.

Düster ist die Lage auch in Somalia. In Teilen des Landes sind die letzten beiden Regenzeiten ausgeblieben. Da die Bevölkerung überwiegend von der Viehwirtschaft lebt, sind die Folgen katastrophal. "75 Prozent der Nutztiere sind verendet", berichtet World Vision-Nothelfer Harry Donsbach. Nun gibt es kein Fleisch und keine Milch mehr für die Kinder. Über 2 Millionen Somalier sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. 300.000 Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt, 50.000 davon schwer.

Landkarte mit den Krisenherden in Ostafrika und am Tschadsee

In der Tschadsee-Region sind unzählige Dorfbewohner vor Überfällen geflüchtet.

Auch die Länder um den Tschadsee weiter im Westen Afrikas sind Schauplatz einer humanitären Katastrophe: 10,7 Millionen Bewohner der Region benötigen dringend Nothilfe. 6 von 10 Opfern dieser vergessenen Krise sind Kinder. Überfälle durch Terrorgruppen haben unzählige Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Dürre und extreme Armut verschärfen die Not. World Vision plant Hilfe für 300.000 Notleidende.

VIDEO: VERGESSENE KINDER AM TSCHADSEE

Wir stärken unterernährte Kinder mit Spezialnahrung.

Derzeit verteilen wir vitaminreiche Lebensmittel an Opfer der Hungerkatastrophe. Zudem werden Kinder medizinisch behandelt und mit Spezialnahrung aufgepäppelt. Um mehr Kinder vor dem Hungertod retten zu können, benötigen wir dringend Ihre Hilfe.

Bitte helfen Sie den hungernden Kindern